Einfluss der Suez-Entscheidung auf meine Transportkosten – lohnt sich Neuverhandlung?

  • Seit einiger Zeit beobachte ich meine Frachtabrechnungen deutlich genauer, weil die Kosten im letzten Jahr stark gestiegen sind. Nun habe ich gehört, dass sich durch die Rückkehr einzelner Reedereien in den Suezkanal etwas an der Marktsituation ändern könnte. Das bringt mich ins Grübeln, ob ich meine bestehenden Verträge anpassen sollte.

    Frage: Ich frage mich persönlich, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um Frachtraten neu zu verhandeln oder ob ich lieber noch abwarten sollte, bis sich der Markt weiter stabilisiert?

  • Ich habe mir dazu die Analyse auf dieser Seite genauer angeschaut, in der die Rückkehr von Maersk auf die Suez-Route eingeordnet wird. Dort wird deutlich, dass die kürzeren Strecken mittelfristig mehr verfügbare Kapazität schaffen könnten, was grundsätzlich preisdämpfend wirkt. Für mich bedeutet das, dass zumindest ein leichter Druck auf die Spotraten entstehen kann, wenn weitere Reedereien nachziehen. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass viele Anbieter noch vorsichtig agieren und die Sicherheitslage weiter beobachten. Das heißt, eine schnelle und starke Preissenkung ist eher unwahrscheinlich, sondern eher eine schrittweise Entspannung. Ich persönlich plane daher, erste Gespräche mit meinen Logistikpartnern zu führen, ohne direkt auf aggressive Preisreduzierungen zu setzen. Wichtig erscheint mir auch, flexible Vertragsmodelle mit Indexbindung in Betracht zu ziehen, um auf Marktschwankungen reagieren zu können. So bleibe ich handlungsfähig, falls sich die Situation erneut verschärft. Insgesamt sehe ich jetzt eine bessere Ausgangslage für Verhandlungen, aber keinen Grund für überstürzte Entscheidungen.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!