Hallo zusammen,
ich verbringe beruflich ziemlich viel Zeit vor dem Computer und nutze natürlich auch außerhalb der Arbeit regelmäßig Smartphone und andere Displays. Gleichzeitig ist die Haut im Alltag noch Sonnenlicht, trockener Raumluft und verschiedenen Umweltbelastungen ausgesetzt. Deshalb frage ich mich, ob es neben der normalen Feuchtigkeitspflege und Sonnencreme sinnvoll sein kann, zusätzlich ein Serum zu verwenden, das speziell auf lichtbedingte und oxidative Belastungen der Haut ausgerichtet ist.
Dabei bin ich auf sogenannte Detox- beziehungsweise Anti-Pollution-Seren gestoßen. Diese enthalten häufig Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren sollen. Kann ein solcher Ansatz tatsächlich sinnvoll sein, um die Haut langfristig gegenüber oxidativem Stress zu unterstützen? Mich interessiert dabei weniger ein kurzfristiger kosmetischer Effekt, sondern eher, ob eine regelmäßige antioxidative Pflege dazu beitragen kann, sichtbaren Folgen äußerer Belastungen wie einem fahlen Teint, Pigmentunregelmäßigkeiten oder vorzeitigen Hautalterungszeichen entgegenzuwirken.
Besonders interessant finde ich Produkte, die zusätzlich mit einem Schutz gegenüber unterschiedlichen Lichtexpositionen beworben werden. Neben UVA und UVB wird dabei teilweise auch Blue Light genannt. Wie sollte man einen solchen „Lichtschutz“ bei einem Serum einordnen? Ist damit eher gemeint, dass bestimmte Inhaltsstoffe die Haut gegenüber Folgen der Lichtexposition unterstützen, während eine Sonnencreme weiterhin für den eigentlichen UV-Schutz verantwortlich ist?
Außerdem habe ich mich mit patentierten Wirkstoffen beschäftigt. Bei Lipochroman™ soll beispielsweise der antioxidative Ansatz mit einer Wirkung auf übermäßige Melaninbildung kombiniert werden. Lumicease™ wiederum wird im Zusammenhang mit lichtbedingten Belastungen der Haut eingesetzt. Können solche Inhaltsstoffe gerade interessant sein, wenn neben dem allgemeinen Schutz auch erste Sonnen- oder Altersflecken ein Thema sind? Und wie viel Gewicht sollte man Studien zu einzelnen patentierten Wirkstoffen bei der Produktauswahl geben?
Ein weiterer Punkt, den ich ungewöhnlich finde, ist ein Zwei-Kammer-System. Dabei werden die Wirkstoffkomponenten zunächst getrennt aufbewahrt und erst vor Beginn der Anwendung miteinander vermischt. Ist dieses Prinzip hauptsächlich für die Frische der Formulierung gedacht? Und muss man bei einem solchen frisch aktivierten Serum hinsichtlich Aufbewahrung und Verbrauch anders vorgehen als bei einem gewöhnlichen Serum aus einer Pipettenflasche?
Mich würde deshalb interessieren, ob jemand ein solches Detox-Serum bereits als festen Bestandteil seiner Morgen- und Abendroutine verwendet. Würdet ihr es eher wegen des antioxidativen Schutzes, wegen Pigmentflecken oder wegen des insgesamt gleichmäßigeren Hautbildes einsetzen? Und nach welchem Zeitraum kann man überhaupt sinnvoll beurteilen, ob sich Hautstruktur, Ausstrahlung und Pigmentierungen verändert haben?